|
|
|
 |
|
             |
|
|
El Oriente - der Osten Ecuadors |
 |
|
Ecuador gehört mit einer Fläche von 269.200 km² zu den kleineren Ländern Südamerikas und ist etwas kleiner als die alte Bundesrepublik Deutschland. Der Staat wurde nach dem Äquator benannt, der den Norden Ecuadors durchzieht, und ist in die drei Großregionen Costa, Sierra und Oriente unterteilt. Der östliche Teil Ecuadors (span.: oriental - Oriente) nimmt mit seinen ca. 132.000 km² die Hälfte der Landesfläche ein und gehört zum Amazonastiefland. Allerdings stellt er mit 1,6 % nur einen kleinen Teil der Gesamtfläche des Amazonasbeckens dar (siehe Karte). |
|
 |
|
|
Im Oriente bestehen nach wie vor große zusammenhängende Waldareale - tropische Bergregen- und Nebelwälder, sowie immergrüne tropische Tieflandregenwälder - die ungefähr 65% des aktuellen gesamten Waldbestandes des Landes Ecuador einnehmen. |
|
|
 |
|
Der obenstehende Kartenausschnitt verdeutlicht desweiteren, dass der Osten Ecuadors zu einem wichtigen Einzugsgebiete des oberen Rio Amazonas gehört.
Der Rio Napo, großer Nebenfluss des oberen Amazonas und größter Fluss Ecuadors, gab der Provinz Napo, in dem sich das Projekt der Fundación Ecológica Curiquingue (FUNECU) befindet, seinen Namen.
Diese Vorandenregion wird in der Vegetationsverteilung vom Übergang des tropischen Bergnebelwaldes zum immergrünen Tieflandregenwald geprägt. |
|
|
Szene am oberen Rio Napo |
|
Auf Grund dieser Übergangssituation existiert in |
|
|
den tropischen Wäldern des östlichen Andenfusses eine äußerst hohe Artenvielfalt pro Flächeneinheit. Während der Eiszeiten war das Wassereinzugsgebiet des Rio Napo vermutlich eine der letzten Rückzugsregionen des tropischen Regenwaldes. Eine topografisch abwechslungsreiche Landschaft, immer gleichbleibende Temperaturen, sowie das hohe Alter des Ökosystems Tropischer Regenwald förderten und fördern im Oriente Ecuadors den Endemismus, d.h. die Entwicklung von Tier- und Pflanzenarten, die nur in einen bestimmten, geografischen Raum vorkommen. Auf Grund dessen können in der Region des oberen Rio Napo „Rekorde“ in der Artzusammensetzung verzeichnet werden.
Nach eigenen Untersuchungen der FUNECU auf einem Hektar Gelände (100 x 100 m) konnten bei einer Bauminventarisierung 248 verschiedene Baumarten (in ganz Mitteleuropa gibt es ungefähr 150) festgestellt werden, wobei 50% der identifizierten Bäume nur einmal vertreten waren. In der 10 km östlich gelegenen Fundación Jatun Sacha wurden nach einer Bestandsaufnahme auf 1 Hektar 1.500 Pflanzenarten festgestellt. Auf dem Gesamtgelände der Fundación wurden 435 Vogelarten sowie 120 Amphibien- und Reptilienarten gezählt.
Die Niederschlagsmengen im Projektgebiet liegen nach eigenen Messungen bei 3.500 mm pro Jahr, die sich relativ gleichmäßig über das Jahr verteilen. Im April und Mai allerdings sind erhöhte Niederschlagsmengen zu verzeichnen (bis zu 490 mm im Monat). Trockenste Monate im Jahresverlauf sind Dezember und Januar. Im für die Inneren Tropen typisch auftretenden Tageszeitenklima liegen die Schwankungen der Temperaturen innerhalb eines Tages bei 6° 10° C und damit höher als die Schwankungen zwischen den Durchschnittstemperaturen der einzelnen Monaten, welche alle zwischen 21 und 26° C erreichen. Die Luftfeuchtigkeit ist sehr hoch, und es herrscht an sonnigen Tagen heiße feucht-schwüle Luft, jedoch ist es durch die Höhe von ca. 500 m. ü. NN. morgens und abends angenehm kühl.
|
|
|
|