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Ausweitung des Projektes zur Wiederaufforstung auf die Comunidades Venecia Derecha, Santa Urcu und Tiyu Yacu

Auf Grund des groβen Erfolges der Anpflanzungen in den "Comunidades Serena" und
"5 de Enero" haben wir uns entschlossen, das Wiederaufforstungsprojekt auf die Comunidades Venecia derecha, Santa Urcu und Tiyu Yacu auszuweiten. Diese Dorfgemeinschaften befinden sich in unmittelbarer Nähe der Fundación, so dass wir die Anpflanzungen von der Station am
"Y de Misahualli" aus koordinieren können.

Dabei sollen insgesamt 30 Hektar degradierte Wald- und Weideflächen wiederaufgeforstet werden. Die Wiederaufforstungen werden in Zusammenarbeit der einheimischen Bevölkerung, den technischen Mitarbeitern der Fundacion Curiquingue sowie den Volontären durchgeführt.

Auβerdem legen wir semistationäre Baumschulen an, um die Bereitsstellung von Pflanzenmaterial gewährleisten zu können. Die Anpflanzungen sollen dann anschlieβend 1 Jahr lang betreut werden. Dabei werden Registrierungen im Abstand von 3 Monaten durchgeführt um das Wachstum der Pflanzen zu dokumentieren, durch Auflichtung und Entfernung des Beiwuchses werden optimale Wuchsbedingungen geschaffen und ausgefallene Pflanzen werden neugepflanzt.

Als besonders wichtig erachten wir die enge Zusammenarbeit mit der indigenen Bevölkerung auf ihren jeweiligen Flächen, denn nur so kann von einem erfolgreichem Ergebnis des Projektes ausgegangen werden. Es soll auch Weiterbildungskurse für die Bauern geben, in denen ihnen die Bewirtschaftung ihrer Flächen im Sinne von Agroforstsystemen und deren Pflege bzw. Management erläutert werden sollen.

Wiederaufforstungsfläche im Sukzessionsprozess
Mitarbeiter der Fundación
Typische Wiederaufforstungs-flächen in "Venecia Derecha"
Volontärin bei der Anlage einer Pflanzreihe

Zwischenbilanz Dezember 2008

Nach Beginn des Projektes in den Comunidades Venecia Derecha,

Santa Urcu und Tiyu Yacu im März 2007 wurden bei den 30 Familien, die in dem Wiederaufforstungsprojekt beteiligt sind, 30 ha degradierte Flächen durch die Fundación Curiquingue wiederaufgeforstet.
Wiederaufforstung

Dabei wurden sowohl Sekundärwaldflächen als auch landwirtschaftlich genutzte Flächen bepflanzt. Die Flächen wurden stets in Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Eigentümer besichtigt, begutachtet und anschlieβend wiederaufgeforstet. Zur Wiederaufforstung wurden verschiedene Wertholzbaumarten verwendet, unter anderem Cedro (Cedrela odorata), Balsamo (Myroxylon balsamum), Chuncho (Cedrelinga cateniformis), Batea Caspi (Cabralea canjerana), Caoba (Guarea cartaguenya) und

Mahagoni (Swietenia macrophylla). Volontäre bei der Arbeit

Das Pflanzmaterial wurde dabei von den Volontären und den technischen Mitarbeitern der Fundacion Curiquingue im fundacionseigenen Wald gesammelt und es wurde eine Baumschule auf dem Fundacionsgelände errichtet.

Es gab auch Weiterbildungskurse in der Comunidad Venecia, um die Bauern über die Problematik der Abholzung, Degradierung und

anschlieβenden Wiederaufforstung aufzuklären und sie entsprechend zu sensibilisieren. Weiterbildungskurs in einer Dorfgemeinschaft
Die Wiederaufforstungen wurden jeweils nach 3 Monaten registriert, in Stand gesetzt, gemessen und - bei Ausfall - neugepflanzt. Dabei waren die Ergebnisse sehr zufriedenstellend bei einer durchschnittlichen Űberlebensquote der Pflanzen von 85%. Die Pflanzen haben bis zum heutigen Zeitpunkt eine durchschnittliche Höhe von einem Meter erreicht.

Im Rahmen des Projektes in der Comunidad Venecia Derecha wurde durch Praktikanten der Fundación Curiquinge auch eine Sozialstudie angefertigt. Markierung und Registrierung der Wiederaufforstungen

Markus Geupel & Robby Flemisch © 2009